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#4 SUPPORTYOURLOCALS - Waldorfland

In unserer Interviewreihe #supportyourlocals wollen wir euch regelmäßig unsere stationären Händler*innen vorstellen. Ihr erfahrt wo ihr sie findet, was ihr dort findet und wie ihr sie auch (oder vor allem) zu Corona-Zeiten unterstützen könnt!

WALDORFLAND

Ein Kinder- und Babyfachgeschäft, welches sich auf Kleidung, Spielzeug, Kosmetika und Accessoires spezialisiert, wurde von zwei Schwestern aus Bulgarien gegründet und eröffnet. Sie legen sehr großen Wert auf die gesunde Entwicklung unserer Kinder und verkaufen somit zertifizierte Bio-Produkte.

Online könnt ihr euch schon einmal auf der Website umschauen: https://waldorfland.bg/

Zu Beginn wäre es toll, wenn ihr euch einmal kurz vorstellen könntet. Wer seid ihr, wo findet man euch, seit wann gibt es euch? Habt ihr Schuhe für Kinder und Erwachsene?

Wir sind ein drei-Frau Unternehmen und dazu noch verwandt. 2017 gründeten wir in Bulgarien einen kleinen Online-Shop für nachhaltige, zertifizierte Mode, Spielzeug und Produkte, die uns helfen, im Alltag Abfall zu vermeiden. Natürliche Materialien, weniger Konsum, gute Qualität und nachhaltige Herstellungsbedingungen sind die Grundsätze, die uns bis heute begleiten. 2019 wagten wir uns auch an das Thema Barfuß-Schuhe und das wurde schnell unsere Kernkompetenz. Seit Sommer 2020 betreiben wir zusätzlich zum Online-Shop einen kleinen Laden in der Stadtmitte von Sofia. Wir konzentrieren uns primär auf Kinderschuhe, es gibt aber gelegentlich auch für Eltern eine kleine Auswahl.




Wieso habt ihr euch dazu entschieden Barfußschuhe in euer Sortiment aufzunehmen? Gibt es bei euch verschiedene Schuharten oder nur Barfußschuhe?

Das ergab sich fast von selbst – vielleicht dadurch, dass wir uns sowieso in bestimmten „Blasen“ bewegen. Wir pflegen gute Beziehungen zu Hebammen, Trage- und Stillberaterinnen und sind teils selbst in dem Bereich ausgebildet. Natürliche Entwicklung beschäftigt uns also sehr und da war der Sprung von den Babys zu den „gesunden Schuhen“ die die Fußentwicklung nicht hindern, nicht weit. Daher verkaufen wir auch tatsächlich nur Barfußschuhe.







 Hand aufs Herz: Seid ihr auch persönlich Fan von Barfußschuhen und tragt diese in eurer Freizeit?

Jeder, der Barfußschuhen eine Chance gegeben hat, weiß, dass danach konventionelle Schuhe fast nicht mehr möglich sind. Also ja, wir tragen inzwischen nur Barfußschuhe. 




Wie wichtig ist euch das Thema Nachhaltigkeit? Welche Kriterien sind für euch wichtig und was macht einen Schuh für euch nachhaltig?

Nachhaltigkeit bildet die Grundlage auf der wir stehen. Wir wollten eine Alternative zu dem Fast-Fashion Markt anbieten. Bio-Nahrungsmittel sind inzwischen sogar in den großen Handelsketten angekommen. Aber nachhaltige Mode und gesunde Schuhe? Da ist noch viel Luft nach oben. Wir legen großen Wert auf die Materialien, dabei sind uns die Qualität, Herstellungsbedingungen und das Design ebenfalls wichtig. Der nachhaltige Kinderschuh ist ein ziemliches Einhorn-Produkt. Er muss cool aussehen, Kinder ansprechen, den Kriterien für Barfußschuhen entsprechen, nachhaltige Materialien enthalten aber auch pflegeleicht sein und einiges aushalten. Das ist eine gewaltige Aufgabe, um die wir Schuhhersteller und -designer nicht beneiden.   




Wie wichtig ist es euch, wo die Schuhe, die ihr verkauft, gefertigt werden?

Total wichtig! Wir sind überzeugt von der Idee Schuhe in Europa zu produzierten. Was kann es Nachhaltigeres geben als an Orten zu produzieren, die Erfahrung damit haben, die nötigen Ressourcen, das Know-How besitzen und keine riesigen Distanzen zurückgelegt werden müssen.  




Wir wollen es wissen: Was ist euer Lieblingsmodell von bLIFESTYLE und wieso?

Aus Erfahrung können wir ja nur für uns Erwachsene sprechen, da wir Erwachsenen-Modelle tragen und somit ist es für uns tatsächlich der groundSTYLE Nappa. Bei den Kindern haben wir ein sehr gutes Feedback zu den Loris-Modellen bekommen.




2020 war durch Corona ein sehr hartes Jahr für viele Berufszweige. Was denkt ihr, wie wird sich der lokale Einzelhandel zukünftig entwickeln – auch unabhängig von Corona?

In der Tat, war es eine harte Zeit. Wir wissen es nicht – es gibt noch so viele Unbekannte Komponenten in dieser Angelegenheit. Es kommt auch sehr auf das Sortiment an. Kinder-Schuhe wird man immer brauchen. Das ist ein Thema, das keinen Aufschub und keine Kompromisse duldet – dazu wachsen Kinderfüße einfach zu schnell. 

Wir würden uns wünschen, dass die Menschen besser verstehen, wie wichtig und unterstützenswert der lokale Einzelhandel ist. Klar, ist hier oft nicht die allesgrößte Auswahl und die Produkte sind etwas teurer gegenüber den großen Ketten oder Versandhändlern. Aber wir hoffen sehr, dass diese Zeit uns lehrt, wie wichtig Bescheidenheit, Minimalismus und Unterstützung der direkten Nachbarschaft sind.




Zu Corona-Zeiten wird man kreativ und viele Menschen wollen den lokalen Handel weiterhin unterstützen. Wie macht ihr das, gibt es bei euch einen Click & Collect-Service? Wenn ja, wie funktioniert dieser?

Das machen wir tatsächlich schon von Anfang an. Wir investieren sehr viel in Kundenkontakt, ausführliche Beratung und einfach „guten Service“. Wir denken, dass es das ist es, was viele Kunden immer wieder zu uns bringt, und das obwohl wir „die teuren Öko-Tanten“ sind. 

In Bulgarien waren wir weniger von den Lockdown-Maßnahmen betroffen. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die Menschen lieber zu Hause sind und wir viel weniger Publikumsverkehr haben. Nun beraten wir oft über Facebook oder per E-Mail und Telefon. Im Rahmen unserer, derzeit allerdings eingeschränkten, Öffnungszeiten können die Schuhe weiterhin in unserem Laden anprobiert und abgeholt werden.




Zu guter Letzt: Was wünscht ihr euch für das Jahr 2021?

Wir wünschen uns weniger Corona und mehr Unterstützung und Verständnis für die Situation von der politischen Seite. Hygiene-Konzepte sind wichtig und sie funktionieren. Ein normales gesellschaftliches Leben bei maximaler Sicherheit soll unser Ziel sein.